Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum in Portugal

Hallo,

wir sind Lara, Celina, Emelie und Bianca und unser Auslandspraktikum fand vom 31.05.2026 bis zum 13.06.2026 in Portugal statt. Im Rahmen unserer Ausbildung zur Erzieherin hatten wir die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in portugiesischen Kindergärten zu sammeln und gleichzeitig das Land sowie die Kultur kennenzulernen.

Am 31.05.2026 reisten wir nach Portugal an. Unser erster offizieller Tag vor Ort war der 01.06.2026. An diesem Tag starteten wir noch nicht direkt in den Kindergärten, sondern nahmen zunächst an einem Kennenlern- und Einführungstag teil. Gemeinsam mit Joao erkundeten wir bei einer Stadtführung die Stadt Guimarães und erhielten dabei erste Einblicke in die Geschichte, Kultur und die wichtigsten Orientierungspunkte unseres Aufenthaltsortes. Außerdem erhielten wir von Fatima einen Portugiesisch-Crash-Kurs, in dem uns die wichtigsten Grundlagen der Sprache vermittelt wurden. Dadurch konnten wir einfache Wörter und Redewendungen lernen, die uns im Alltag und während des Praktikums bei der Verständigung unterstützten. Während unseres Aufenthalts fielen außerdem zwei Feiertage auf den 04.06.2026 und den 10.06.2026. Diese Tage konnten wir nutzen, um die Region weiter zu erkunden und zusätzliche kulturelle Eindrücke zu sammeln.

Praktikumsbetrieb

Während unseres Aufenthalts waren wir auf zwei verschiedene Kindergärten verteilt. Lara und ich (Celina) absolvierten unser Praktikum in folgender Einrichtung: Centro Social de Polvoreira, während Emelie und Bianca im Colegio Nossa Senhora da Conceicao eingesetzt waren.

Unsere Arbeitszeiten lagen von 09:00 -16:00 Uhr beziehungsweise 09:30 -17:00 Uhr. Während des Praktikums begleiteten wir den Kindergartenalltag so gut wie möglich und unterstützten die pädagogischen Fachkräfte bei ihren täglichen Aufgaben. Dazu gehörte unter anderem die Betreuung der Kinder, das gemeinsame Spielen sowie die Unterstützung bei verschiedenen Aktivitäten. Eine besondere Herausforderung stellte die Sprachbarriere dar. Da viele Kinder bzw. alle nur Portugiesisch sprachen, war die Kommunikation anfangs nicht immer einfach. Dennoch fanden wir schnell Wege, uns mit Händen und Fü.en, Gestik und Mimik zu verständigen. Die Kinder waren sehr offen und verständnisvoll, sodass die Verständigung im Alltag überraschend gut funktionierte. Dadurch konnten wir trotz sprachlicher Unterschiede viele wertvolle Erfahrungen sammeln und einen Einblick in die pädagogische Arbeit in Portugal gewinnen. Besonders positiv hervorzuheben ist die herzliche Aufnahme in den Einrichtungen. Sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte begegneten uns von Beginn an sehr offen und freundlich. Einige der Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte konnten Englisch sprechen, wodurch die Verständigung erleichtert wurde. Wenn dies nicht möglich war, nutzten wir Übersetzungsprogramme wie den Google Übersetzer, was ebenfalls gut funktionierte. Das gesamte Team bemühte sich sehr, uns in den Kindergartenalltag einzubeziehen und uns die verschiedenen Abläufe und Aufgaben zu erklären. Trotz sprachlicher Unterschiede hatten wir stets das Gefühl, willkommen zu sein. Die Mitarbeitenden waren sehr herzlich, unterstützend und geduldig. Dadurch entstand eine angenehme und wertschätzende Atmosphäre, in der wir uns während des gesamten Praktikums sehr wohlgefühlt haben.

Unterkunft

Während unseres Aufenthalts wohnten wir gemeinsam in einem Airbnb in Guimarães, das sich in der Nähe des Stadtzentrums befand. Die Unterkunft war sehr sauber und gut ausgestattet, sodass wir uns von Anfang an wohlgefühlt haben. Wir verfügten über zwei Schlafzimmer und waren jeweils zu zweit aufgeteilt. Jedes Zimmer hatte ein eigenes Badezimmer, was den Aufenthalt sehr angenehm machte. In unmittelbarer Nähe befanden sich mehrere Einkaufsmöglichkeiten, darunter Supermärkte sowie eine Mall mit verschiedenen Restaurants, Fast-Food-Ketten und Bekleidungsgeschäften. Auch die Verkehrsanbindung war sehr gut. Bushaltestellen befanden sich direkt vor der Tür oder um die Ecke und auch der Bahnhof war fußläufig erreichbar. Dadurch konnten wir sowohl unseren Praktikumsplatz als auch verschiedene Ausflugsziele problemlos erreichen.

Organisation

Von der Möglichkeit eines Auslandspraktikums erfuhren wir ungefähr im Januar und bewarben uns anschließend dafür. Nach unserer Auswahl begann die Planungsphase gemeinsam mit Frau Vacikova. Zunächst standen verschiedene Zielländer zur Auswahl. Ursprünglich wollten wir unser Praktikum in Griechenland absolvieren, jedoch waren dort für den gewünschten Zeitraum keine Plätze mehr verfügbar. Deshalb entschieden wir uns schließlich für Portugal. Die Kommunikation mit Frau Vacikova verlief insgesamt sehr unkompliziert. Sie war jederzeit per E-Mail erreichbar und antwortete meist sehr schnell. Vor Beginn des Praktikums fanden zwei Vorbereitungstreffen statt, bei denen alle wichtigen Informationen besprochen wurden. Die Inhalte dieser Treffen wurden uns zusätzlich in Form von Präsentationen und PDF-Dokumenten zur Verfügung gestellt, sodass wir jederzeit darauf zurückgreifen konnten. Auch während der Vorbereitungszeit wurden wir bei organisatorischen Fragen oder fehlenden Unterlagen stets gut unterstützt.

Vor Ort wurden wir von der Organisation Arts and Skills empfangen. Mario brachte uns nach unserer Ankunft zu unserer Unterkunft. Während unseres Aufenthalts waren João und Paula unsere Ansprechpartner. Mit João konnten wir uns auf Englisch verständigen, während Paula hauptsächlich Portugiesisch sprach. Mithilfe von Übersetzungsprogrammen funktionierte die Kommunikation jedoch problemlos. Besonders positiv hervorzuheben ist die Unterstützung durch João. Er half uns nicht nur bei organisatorischen Fragen rund um das Praktikum, sondern stand uns auch bei privaten Anliegen jederzeit zur Seite. Egal ob Fragen zu Busverbindungen, Ausflugsmöglichkeiten oder Sehenswürdigkeiten. Wir konnten ihn jederzeit kontaktieren und erhielten stets schnell eine hilfreiche Antwort.

Verbesserungspotenzial gab es lediglich bei der Organisation des Transfers zu einem der Kindergärten. Lara und ich (Celina) mussten zusätzlich zu den regulären Busverbindungen einen Kleinbus nutzen, der uns den Berg zum Kindergarten hinauffahren sollte. Die Buchung dieses Shuttles gestaltete sich jedoch schwierig und funktionierte letztendlich nicht. Die Strecke war zwar auch zu Fuß in etwa 15 Minuten zu bewältigen, dennoch wäre es hilfreich, wenn zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Buchung dieser Verbindung vor Ort unterstützt werden könnten.

Positiv war auch, dass wir kostenlose Buskarten erhalten haben, wodurch die täglichen Fahrten unkompliziert möglich waren.

Freizeit

Neben unserem Praktikum hatten wir ausreichend Zeit, Portugal und seine Kultur kennenzulernen. In unserer Freizeit erkundeten wir die Städte Porto, Braga und Guimarães und besichtigten zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die Anreise mit dem Zug oder dem Flix Bus funktionierte dabei problemlos. Besonders angenehm war, dass viele Menschen vor Ort Englisch sprechen, wodurch die Verständigung im Alltag sehr einfach war. Außerdem verbrachten wir einen Tag am Meer, genossen das schöne Wetter und nutzten die Gelegenheit, die Umgebung näher kennenzulernen. Während unseres Aufenthalts fanden zudem verschiedene Veranstaltungen statt. Besonders beeindruckt hat uns ein Mittelalterfest, das wir besuchen konnten. Dadurch erhielten wir zusätzlich interessante Einblicke in die Kultur und Traditionen der Region.

Insgesamt war das Auslandspraktikum eine sehr bereichernde Erfahrung. Wir konnten wertvolle Einblicke in die pädagogische Arbeit eines anderen Landes gewinnen, neue kulturelle Erfahrungen sammeln und unsere Selbstständigkeit stärken. Trotz kleiner organisatorischer Herausforderungen verlief der Aufenthalt insgesamt sehr positiv. Wir würden ein solches Auslandspraktikum jederzeit weiterempfehlen und blicken auf zwei spannende und lehrreiche Wochen in Portugal zurück. Besonders in Erinnerung bleiben werden uns die herzliche Aufnahme in den Kindergärten, die vielen neuen Eindrücke sowie die Erfahrungen, die wir sowohl beruflich als auch persönlich sammeln konnten.

Ein Bericht von Lara Huster, Celina Friedrich, Emelie Kretschmer und Bianca Edenhart