Erasmus+ Schulbildung

Die Europäische Union setzt ihr Programm Erasmus+ zur Schulbildung ab 2021 fort. Gefördert werden Mobilitäten für Lehrkräfte (Fortbildungen im europäischen Ausland, Hospitationen und eigenes Unterrichten an Partnerschulen) und für Schülerinnen und Schülern (Einzel- sowie Gruppenaustausche) sowie Partnerschaften zur Kooperation.

Neu ist die Einführung der Akkreditierung auch im Schulbereich, mit der der Zugang zum Programm erleichtert wird und die Einrichtungen mehr Planungssicherheit erhalten.

Die zentrale Änderung zum aktuellen Erasmus+ Programm ist, dass die Schülermobilität in Leitaktion 1 übertragen wird. Den Projekttyp „Schulpartnerschaften“ gibt es nicht mehr, aber natürlich können die Schulen weiterhin mit Partnerschulen zusammenarbeiten. Dafür beantragt jede akkreditierte Schule Budgetmittel für ihre eigenen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Die Zusammenarbeit und Vernetzung von Schulen wird über eTwinning und das School Education Gateway unterstützt.

Die erste Antragsfrist für die Akkreditierung ist am 29.10.2020 abgelaufen. Die nächste Möglichkeit zur Akkreditierung gibt es voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres. Akkreditierte Einrichtungen können jeweils im Frühjahr Fördermittel beantragen.

Nähere Informationen zur Mittelbeantragung und zu den förderfähigen Aktivitäten sind dem Programmleitfaden zu entnehmen, der noch in diesem Jahr veröffentlicht wird.

Quelle: https://www.na-bibb.de/erasmus-ab-2021/

Erasmus+ in Sachsen

Das Landesamt für Schule und Bildung hat sowohl für die allgemeinbildenden als auch für die berufsbildenden Schulen einen Konsortialantrag auf Akkreditierung gestellt, um die vereinfachte Förderung für den Zeitraum 2021 – 2027 zu nutzen. Auch 23 Schulen im Freistaat Sachsen haben im Oktober 2020 die Akkreditierung beantragt. Die Entscheidung über diese Anträge fällt voraussichtlich im Frühjahr 2021.

Wann genau der Mittelabruf – gesetzt den Fall, dass der Antrag genehmigt wird – erfolgen kann, ist leider noch nicht bekannt, ebenso wenig wie der weitere Verlauf der Corona-Pandemie, dennoch können wir zum Ablauf an sich schon einige Hinweise geben.

Für die Förderung von Schulen im Konsortium wird es zu Beginn des Jahres 2021 eine Ausschreibung zur Bewerbung im Schulportal geben. Interessenten können sich dazu gern beraten lassen, die Ansprechpartner sind die Projektkoordinatoren. Inhaltlich sollen sich die beantragten Aktivitäten der allgemeinbildenden Schulen den inhaltlichen Bereichen und Zielen, die das LaSuB festgelegt hat, zuordnen lassen:

  1. Medienbildung und Digitalisierung
  2. Politische Bildung und nachhaltige Entwicklung
  3. Inklusion und Teilhabe
  4. Integration
  5. Physische und psychische Gesundheit
  6. Netzwerkbildung mit europäischen Partnern
  7. Interkultureller Austausch
  8. Fachliche, didaktische und Führungskompetenzen
  9. Berufliche Orientierung.

Folgende Möglichkeiten bestehen im Rahmen des Erasmus+ Sachsen 2021-2027  in der Berufsbildung:

für Lernende (z. B. Berufspraktika, Fortbildungskurse, Lehraufenthalte):

  • Auszubildende
  • BerufsfachschülerInnen an Fachoberschulen und beruflichen Gymnasien
  • Personen im Berufsausbildungsvorbereitung, wen der Bildungsgang auf eine sich anschließende Berufsausbildung angerechnet werden kann.

Aufenthaltsdauer: 10 bis 365 Tage

für Bildungspersonal im Bereich der Berufsbildung (Lehraufenthalte, Fortbildungskurse, Job-Shadowing oder Hospitationen):

  • AusbilderInnen
  • SchulleiterInnen
  • Lehrkräfte
  • BerufsberaterInnen
  • LeiterInnen von Bildungseinrichtungen
  • Personen, die für die Ausbildungsplanung, Personalentwicklung und die Berufsausbildungsvorbereitung zuständig sind.
  • sonstiges Schulpersonal

Aufenthaltsdauer: z. B. Fortbildung 2 bis 30 Tage, Job-Shadowing/Hospitationen 2 bis 365 Tage

Schulen, die eine Bewerbung um eine Erasmus+ – Förderung im Jahr 2021 abgeben möchten, bitten wir auf diesem Formular um einige Angaben.