Im September und Dezember 2025 nahmen acht Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums Leipzig an einem einzigartigen fünftägigen Erasmus+-Projekt teil, das sowohl in Bukarest als auch in Leipzig stattfand. Gemeinsam mit ihren rumänischen Kolleginnen und Kollegen von der Școala Centrală arbeiteten sie an dem interaktiven und internationalen Projekt „Les sciences dans nos assiettes“ („Die Wissenschaft auf unseren Tellern“). Die gemeinsame Sprache während des gesamten Austauschs war Französisch – eine spannende Herausforderung für alle Beteiligten.
Wissenschaft trifft Alltag: Einblicke in die Forschung
Der Aufenthalt in Bukarest begann mit einer intensiven inhaltlichen Vorbereitung, bei der die Schülerinnen und Schüler faszinierende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften erhielten. Sie besuchten ein renommiertes Forschungszentrum für Lebensmittelforschung sowie ein hochmodernes Zentrum für Medikamentenentwicklung. Dort erfuhren sie, wie wissenschaftliche Forschung nicht nur in Labors stattfindet, sondern auch unmittelbare Auswirkungen auf unseren Alltag – und besonders auf die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen.
Von der Theorie zur Praxis: Kulinarische Wissenschaft
In einer kreativen Phase des Projekts wählten die Teilnehmenden in internationalen Teams ein typisches Gericht aus den beteiligten Ländern aus, das sie unter die Lupe nahmen. Dabei standen nicht nur die Zutaten, sondern auch die wissenschaftlichen Hintergründe der Zubereitung im Fokus:
- Spätzle (typisch deutsch)
- Madeleine und Mousse au chocolat (typisch französisch)
- Bulz (typisch rumänisch – ein Hauptgericht aus Polenta mit Käse und Schinken)
In der zweiten Phase des Projekts, die in Leipzig stattfand, wurden diese Gerichte experimentell untersucht. Spannende Fragen standen im Mittelpunkt der kulinarischen Wissenschaftsreise:
- Was macht die charakteristische „Beule“ der Madeleine aus?
- Warum sinken Spätzle beim Kochen nicht?
- Wie entstehen die faszinierenden Sauerstoffbläschen in der Mousse au chocolat?
Die Schülerinnen und Schüler führten Experimenten durch, sammelten Daten und dokumentierten ihre Entdeckungen in selbst erstellten Videos. Diese Videos veranschaulichen auf anschauliche Weise, wie naturwissenschaftliche Prinzipien in unserem Alltag – besonders beim Kochen – eine entscheidende Rolle spielen.
Interkultureller Austausch und wertvolle Erfahrungen
Das Projekt verband auf eindrucksvolle Weise Naturwissenschaften, Alltagskultur und interkulturellen Austausch. Es bot den Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, ihre wissenschaftlichen Kenntnisse zu erweitern, sondern auch ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und wertvolle persönliche Erfahrungen zu sammeln.
„Les sciences dans nos assiettes“ war nicht nur ein lehrreiches Projekt, sondern auch eine unvergessliche Reise, die den Horizont der Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise erweiterte.
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