Praktikum in Kopenhagen mit Erasmus +
Praktikumsbetrieb
Mein Erasmus-Praktikum absolvierte ich zwischen dem 18.05. und 05.06.2026 an der International Montessori School Copenhagen in Skovlunde bei Kopenhagen. Die internationale Montessori-Schule unterrichtet Kinder verschiedener Nationalitäten und orientiert sich an den pädagogischen Grundsätzen Maria Montessoris. Im Mittelpunkt stehen selbstständiges Lernen, individuelle Förderung sowie die soziale und persönliche Entwicklung der Kinder. Die Schule umfasst verschiedene Altersgruppen und bietet neben dem Unterricht auch eine Nachmittagsbetreuung (Afterschool Care) an.
Mein Praktikum fand in der Afterschool Care statt. Dort betreute ich am Nachmittag die Schüler*innen, begleitete verschiedene Angebote und gestaltete Aktivitäten mit. Die Afterschool Care wird von etwa 30 Kindern besucht, die aus den insgesamt rund 60 Schülerinnen der Schule stammen. Ziel des Angebots ist es, den Kindern nach dem Unterricht einen geschützten Raum für Freizeit, Kreativität, soziale Kontakte und gemeinsames Lernen zu bieten.
Für mich war das Praktikum in Teilen herausfordernder als erwartet, da ich zunächst mit einer stärker geordneten Struktur gerechnet hatte. Stattdessen wurde ich mit einer eher offenen und teilweise unstrukturierten Situation in der After School Care konfrontiert, in der ich viel von meinen bisherigen Arbeitserfahrungen einbringen konnte und teilweise sogar als eine Art „Expertin“ wahrgenommen wurde. Die Einrichtung wirkte in dieser Phase etwas im Umbruch, was mir einerseits viel Gestaltungsspielraum gegeben hat, andererseits aber auch mehr Eigeninitiative und Regulationsarbeit im Alltag mit den Kindern erfordert hat. Die sprachliche und zwischenmenschliche Zusammenarbeit habe ich sehr geschätzt und ich wurde insgesamt sehr herzlich aufgenommen. Die Arbeit mit den Kindern fiel mir grundsätzlich leicht, allerdings hätte ich mir mehr angeleitete Angebote gewünscht, die jedoch mehr Vorbereitungszeit erfordern, da am Anfang immer Beziehungsarbeit im Vordergrund steht. Insgesamt war es eine sehr lernreiche Erfahrung im Spannungsfeld zwischen Strukturaufbau und flexibler Alltagsgestaltung.
Besonders schön war es, am Ende die Möglichkeit gegeben zu bekommen, jederzeit zum arbeiten wiederhinkommen zu können.
Unterkünfte
Meine Unterkunft war in einer WG, wo ich durch private Kontakte ein WG-Zimmer für die drei Wochen angemietet hatte. Die Wohnung war gut angebunden und ich fuhr von dort täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Organisation
Die Organisation und Betreuung war vor und während des Praktikums sehr angenehm. Leider machte ich mit der Zugreise keine positiven Erfahrungen, da es sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt massive Streckenprobleme in Dänemark gab. Hierfür bedarf es dann Eigeninitiative und Geduld, die ich zum Glück mitbringen konnte.
Freizeit
In meiner Freizeit entdeckte ich die Stadt per Fahrrad, besuchte das Meer, aß dänische Hotdogs, Kardamomschnecken und Krustenbraten, besuchte das Nationalmuseum, das Contemporary Center, lernte neue Menschen kennen. Es gibt in Kopenhagen einige Angebote um die Freizeit zu gestalten und man ist sehr schnell und gut angebunden durch Fahrräder und ö]entlichen Nahverkehr. Es fällt nur auf, dass die Stadt nicht preiswert ist, kulturelle als auch kulinarische Angebote sind sehr viel teurer als in Deutschland. Ich genoss meine Zeit jedoch sehr und freue mich wiederzukommen.
Zusammenfassung und Bilder
Zusammenfassend schaue ich auf meine Zeit in Kopenhagen mit einem positiven Gefühl. Ich lernte neues über die dänische Kultur und Menschen, stand vor der persönlichen Herausforderung, alleine auf mich gestellt zu sein, genoss das Küstenwetter und die gut ausgebauten Fahrradwege und fühlte mich im Praktikum willkommen und gut platziert, wenn es auch anders war, als erwartet. Im Anhang noch ein paar Bilder meines Aufenthalts und aus dem Praktikum.
Von Jolande Blech, 07.06.2026



