Praktikumsbericht

vom 15.10. bis 29.10.2022

Zwei wunderbare und lehrreiche Wochen in einer der schönsten Regionen Spaniens

von Sonja Pauly

Meine Reise startete am 15.10.2022. Von Berlin machte ich mich auf den Weg nach Spanien, um in der Stadt Haro mein zweiwöchiges Praktikum an der „Escuela Oficial de Idiomas“, anzutreten. Mein Ziel war es herauszufinden, ob ich mir in Zukunft vorstellen könnte, als Lehrerin zu arbeiten und ob ich der Herausforderung gewachsen bin, allein im Ausland zurechtzukommen. Ich habe unglaublich viele tolle Erfahrungen gesammelt und meine Erwartungen wurden alle übertroffen.

Am ersten Tag nach meiner Ankunft ging es für mich erstmal zu einer Familienfeier meiner Gastfamilie. Ich habe zum ersten Mal selbstgemachte Paella gegessen und an der großen Weinauswahl gleich gemerkt, was für eine große Rolle Wein in der Region La Rioja spielt.

Am Montag war dann mein erster Praktikumstag an der Sprachschule. Die Fahrt mit dem Auto von Logroño bis nach Haro dauert ungefähr 35 Minuten. Mich als Deutsche haben besonders das Tempolimit von 120 km/h und die Tatsache, dass jede Fahrt auf der Autobahn für Privatpersonen Geld kostet, überrascht. Sobald man die Stadt verlässt, fährt man nur an Weinfeldern vorbei, die sich im Herbst alle in einem dunklen Rot färben. Dieser Ausblick, besonders mit den Bergen, die die beiden Städte umranden, ist wirklich wunderschön.

Das Unterrichten an der Schule hat mir großen Spaß gemacht. Am ersten Tag saß ich hauptsächlich in unterschiedlichen Klassen, um einen Einblick in die Abläufe und den Unterricht an sich zu bekommen. Ich habe gleich gemerkt, wie positiv die Lernatmosphäre ist. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern hat auf mich immer sehr herzlich gewirkt. Es wurde viel in Gruppen gearbeitet. Im Unterricht drehte es sich hauptsächlich darum, das Gelernte tatsächlich anzuwenden und zu sprechen. Es war spannend, von den unterschiedlichen Lehrmethoden und Ansätze zum Englischlernen zu erfahren.

In den folgenden Tagen habe ich in den unterschiedlichen Klassen viel über kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland, Traditionen und Feiertage gesprochen. Außerdem habe ich durch das Praktikum einen guten Einblick in den Lehrerberuf bekommen und was, bis auf das Unterrichten vor einer Klasse, noch alles mit dazu gehört. An den freien Tagen habe ich probiert, so viel wie möglich von Haro und Logroño zu sehen. Mit meiner Gastfamilie bin ich zudem nach Vitoria, die Hauptstadt des Baskenlands, und in ein nahegelegenes Naturreservat gefahren.

Am 29.10.2022 musste ich dann leider schon wieder abreisen. Während meines Praktikums habe ich für mich entdeckt, dass ich definitiv so viele Orte und Länder wie möglich kennenlernen möchte. Mir hat der Aufenthalt in Spanien gezeigt, wie wertvoll der Austausch mit Menschen aus anderen Kulturkreisen ist. Außerdem hat mir das Praktikum bestätigt, dass ich später gern pädagogisch arbeiten möchte. Zwar bin ich mir noch nicht sicher, ob ich tatsächlich Lehrerin werde, aber diese Eingrenzung hilft mir in meiner zukünftigen Berufswahl definitiv weiter.

Allen, die sich ebenfalls für ein Auslandspraktikum während der Schulzeit interessieren, kann ich diese Erfahrung nur weiterempfehlen. Bevor ich mein Praktikum angetreten habe, hatte ich mir vorgenommen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Mir war es wichtig, jedes Angebot, sei es eine extra Stunde oder ein Ausflug, an dem ich teilnehmen könnte, anzunehmen. Dadurch habe ich so viel mehr erlebt und gesehen, als ich mir hätte erhoffen können. Insgesamt waren es zwei tolle Wochen, aus denen ich viel mitnehmen konnte. Ich hoffe sehr darauf, bald wieder nach Spanien reisen zu können.